Urlaub in Neapel

Warum reisen mir nicht viel gibt

Es ist zwar überall anders, aber doch irgendwie gleich.

Die meisten schwärmen so sehr vom Reisen – von dem Gefühl der Freiheit und der neuen Eindrücke. Ich reise auch sehr gerne, denke aber, dass es großteils überbewertet wird. So fortschrittlich wie unsere Gesellschaft ist, ist es leicht, weltweit fast überall hinzukommen. Im Internet sehen wir wunderschöne Städte und Inseln, träumen davon, an die schönsten und atemberaubendsten Plätze zu reisen und sehen von sogenannten Promis oder Influencern, wie perfekt das Leben an diesen Plätzen doch ist.

Versteht mich nicht falsch, ich verreise auch sehr gerne und mache Urlaub in unterschiedlichen Ländern und Regionen. Ich bin sehr dankbar, die Möglichkeit dazu zu haben und nütze meine Freizeit sehr intensiv für das Reisen. Was ich jedoch erkannt habe, ist, dass mir Reisen nicht viel gibt – es sieht alles zwar (mal mehr, mal weniger) anders aus als in der Heimat, fühlt sich aber dennoch sehr ähnlich an. Ich sehe Reisen als eine Freizeitbeschäftigung (die ganz nebenbei erwähnt nicht unbedingt die beste für die Umwelt ist), es gibt meinem Leben allerdings nicht mehr Sinn oder Erfüllung.

Diesen Sommer war ich erstmals in Süd-Italien, Polen und Rumänien. Jeden City-Trip fand ich super interessant, es ist spannend zu sehen, wie unterschiedlich die Bevölkerung kommuniziert, gestikuliert, Auto fährt (die Süditaliener toppen echt alles was ich bisher erlebt habe haha!), durch welche geschichtlichen Ereignisse die Architektur geprägt wurde und welche Speisen traditionell sind. Aus Neapel habe ich eine Prise Gelassenheit mit nach Wien genommen, Krakau hat mir gezeigt, wie schön Polen sein kann und Bukarest hat mich mit seinen riesigen kommunistischen Plätzen und Gebäuden beeindruckt. Aus jedem Reiseziel nimmt man positive und negative Eindrücke mit – aber außer dass ich mehr gesehen habe (und geschichtlich in den meisten Fällen dazugelernt habe), fühlt sich alles irgendwie genauso an wie auch schon vor dem Reisen.

 

 

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