Es gab Zeiten, ja eigentlich Jahre, da habe ich auf bestimmte Lebensmittel verzichtet, Kalorien und Makronährstoffe gezählt und getrackt, und mich nach meinem vorgegebenen Ernährungsplan ernährt. Für eine gewisse Zeit hat es auch gepasst, denn ich habe es gemacht weil ich bestimmte Ziele verfolgt habe: Muskelaufbau, Kraftsteigerung, gute Trainingseinheiten etc. Trotzdem hat diese Art des Lebensstils Auswirkungen auf mich gehabt. Denn wie sonst auch, gewöhnt sich der Mensch an Routinen und Verhaltensweisen. So war es gar nicht einfach, von dieser ‚überwachenden‘ Ernährungsweise zu einer ’nicht-nachdenkenden‘ Ernährungsweise zurückzukommen. Mittlerweile esse ich seit mindestens 3 Jahren wieder komplett ’nicht-nachdenkend‘ und würde trotzdem behaupten, mich sehr gesund und fitness-‚tauglich‘ zu ernähren. Ich halte mich an 3 Master-Regeln, wenn es um Essen geht.

Und diese 3 Master-Regeln sind sehr simpel.

Regel #1: Ich verbiete mir nichts. Es gibt keine ‚bösen‘ Lebensmitteln. Die Menge macht das Gift. Aus dem Bauch heraus schätze ich, dass ich 80 % gesunde und 20 % ungesunde Lebensmittel und Mahlzeiten zu mir nehme. Ich differenziere dabei zwischen Essen und Unterhaltung. Süßigkeiten, Popcorn oder ähnliches sind für mich Unterhalten, kein Essen. Essen ist für mich das, was meinem Körper (und damit mir als ganzes) kurz- und langfristig gut tut.

Regel #2: Ich zwinge mich zu nichts. Wenn ich Hunger habe, esse ich, wenn ich keinen Hunger habe, esse ich nicht. Ich halte mich an keine Fastenzeiten und achte nicht darauf, dass ich am Abend möglichst wenig esse. Es gibt keinen Ernährungsplan oder Vorgaben, was ich wann essen ’sollte‘.

Regel #3: Ich höre auf meinen Körper.  Ich weiß, dass ich abhängig von meiner Tagesverfassung, Schlafpensum, Hormonhaushalt, Wetter etc. über ein unterschiedliches Energielevel verfüge. Wenn sich das Wetter drastisch verändert, weiß ich schon, wer das frisch gekochte gesunde Abendessen lieber durch einen ganzen Eisbecher ersetzt oder erweitert. Ich merke es genauso, wenn ich ein paar Tage zu wenig Obst oder Gemüse gegessen habe. Oder wenn ich 2 Tage sehr viel Fett, Fleisch, Zucker, oder gar Fast Food, zu mir nehme, merke ich, dass mein Körper das nicht sonderlich schätzt, und dann reicht es auch wieder. Nahrung ist schlussendlich der Treibstoff des Körpers.

Fazit: Bei gesunder Ernährung geht es meiner Meinung nach darum, auf den eigenen Körper zu hören, sich die Freude und den Genuss an ‚ungesunden‘ Lebensmitteln und Speisen nicht nehmen zu lassen und eine individuelle Balance zwischen ‚Gut‘ und ‚Böse‘ zu finden.

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