Trainingspausen akzeptieren

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, tägliches Training gehört für uns Fitnessfreaks einfach dazu. Ohne Training fühlen wir uns unausgeglichen und haben das Gefühl, unser Tag wäre unvollständig. Das Schwierigste am Kranksein stellt für mich das Akzeptieren der Trainingspause dar. Ich kann mich noch irrsinnig gut zurückerinnern, als ich vor ein paar Monaten nach einer Ewigkeit wieder krank wurde und dadurch von heute auf morgen aus meiner Trainingsroutine gerissen wurde.

Ganz ehrlich: ich kann euch nicht sagen, worunter ich mehr gelitten habe – unter der Verkühlung oder dem damit verbundenen Trainingsverbot. Mittlerweile bin ich wieder krank (danke für gar nichts, liebes Immunsystem). Jedoch sehe ich die Situation aus einem anderen Winkel und kann eine Trainingspause viel einfacher verkraften.

Mir wurde nämlich klar, dass ich – wie auch in allen anderen Lebenslagen – mit meiner Einstellung meine Zufriedenheit steuern kann und mich Jammern nicht weiter bringt. Mein Kopf musste also Akzeptieren lernen. Akzeptieren von Situationen, welche vom Plan abweichen. Um ehrlich zu sein, war es noch nie meine Stärke, gegebene Situationen zu akzeptieren, wenn sie nicht meinen Vorstellungen entsprachen.

Was ich dir mitgeben möchte? Wenn du zu einer Trainingspause gezwungen wirst, akzeptiere die Gegebenheit und halte nicht an den negativen Seiten der Situation fest. Das führt nur dazu, dass du dich in einen Teufelskreis aus negativen Gedanken begibst und die Unzufriedenheit immer größer wird. Versuche die positiven Aspekte zu sehen: Dein Körper lädt sich wie eine Akku auf, du gibst ihm die nötige Zeit um zu regenerieren und mit 100 % Power zurückzukommen. Außerdem hast du plötzlich Zeit für all die anderen Dinge, die du schon lange aufschiebst.

Wie ich meine freie Zeit verbracht habe, erzähle ich dir übrigens hier. Oh, und abschließend will ich noch eines los werden: Du verlierst nicht all deine Muskeln während ein oder zwei Wochen Trainingspause.

Trainingspausen sinnvoll nützen

Wie die Überschrift bereits verrät, geht es um Trainingspausen und die dadurch freiwerdenden zeitlichen Kapazitäten. Hier habe ich bereits darüber geschrieben, wie ich es geschafft habe, meine Sportpausen zu akzeptieren und in diesem Blogpost erzähle ich dir, wie ich meine Trainingspausen „sinnvoll“ nütze.

Ich gehöre definitiv zu den Menschen, die zum Film-Junkie werden sobald sie krank sind. Stundenlange Film-Marathons sind Standard bei mir und am liebsten habe ich die Genres Action und Komödie. Das einzig Negative an meinem Interesse für Action-Filme ist die Tatsache, dass mein Gehirn die große Menge an ungewohnten Reizen nicht gut verarbeiten kann und ich in der Nacht darauf meistens die abenteuerlichsten Träume habe.

Eine weitere Aktivität ist Lesen. Meine Liste an Büchern, die ich lesen möchte, ist ewig. Völlig konträr zum letzten Absatz interessiere ich mich jedoch hauptsächlich für Biographien, Werke von erfolgreichen Menschen, die mich inspirieren und Bücher aus dem psychologischen Bereich wie z.B. Selbstreflexion und persönliche Weiterentwicklung. Du hast bestimmt auch mindestens ein Buch, das du schon ewig lesen wolltest, für das du dir aber noch nie Zeit genommen hast?

Zu guter Letzt komme ich zu dem wohl individuellsten Punkt. Ich nütze meine Zeit, um meiner Kreativität freien Lauf zu lassen. Ich schreibe vermehrt Blogposts, arbeite an Projekten und Ideen, ich designe, schneide Filme und stelle meine Wohnung um. All das erhält viel zu wenig Aufmerksamkeit in meiner normalen Tagesroutine, obwohl ich es sehr gerne mache.

Warum ich alle dieser Aktivitäten als „sinnvoll“ bezeichne? Weil sie Freizeitaktivitäten sind, die ich gerne mache, für die ich mir jedoch im Normalfall kaum bzw. zu wenig Zeit nehme. Da Training für mich Spaß bedeutet, ersetze ich diese Zeit einfach mit anderen Dingen, die mir ebenfalls Freude bereiten. Meiner Erfahrung nach lässt sich eine Sportpause aus dieser Perspektive betrachtet viel besser akzeptieren und auf eine gewisse Art und Weise sogar genießen.

Willenskraft durch Sport trainieren

Ich stehe am Laufband, die Musik ist voll aufgedreht, mein Umfeld ausgeblendet, meine Motivation auf ihrem maximalen Level. – Wie immer gilt: keine halben Sachen machen. Mit einer leichten Steigung starte ich mein Warmup, steigere mich langsam auf 10 und später auf 11 km/h – es ist hart, mein Puls nähert sich 160, aber ich weiß, dass es erst der Anfang ist. „Du bist erst bei 80 % deiner Leistung, das ist nichts, da geht mehr“. Meistens laufe ich ganze Lieder durch, danach reduziere ich die Geschwindigkeit, schaue, dass mein Puls auf 130 runterklettert und bereite mich mental auf die nächste Runde vor. Ich erhöhe schrittweise die Geschwindigkeit, bis ich nach einigen Minuten bei 12 km/h angelangt bin. Ich merke, wie mein Atem schneller wird, mein Körper eigentlich nicht mehr will, aber meine Willenskraft mit zunehmenden „Schmerzen“ wächst. Ich kontrolliere meinen Puls, habe 170 erreicht. Bis vor kurzem war das noch mein Maximum, aber ich wusste, dass ich heute besser werden würde. „Du denkst, es geht nicht mehr? Falsch, es geht jetzt erst los. Es ist alles Kopfsache, du bist bei 90 % deiner Leistung, du gibst jetzt bestimmt nicht auf!“ Klingt vielleicht richtig, richtig komisch, aber genauso hören sich mein Gedanken an – und es hilft.

Ich sehe die rote Stoptaste vor mir, schwenke meinen Blick auf die direkt darunter liegende grüne „Go“-Taste, hebe meinen Kopf und blicke zielgerichtet gerade aus an die Mauer. Meine Gedanken schweifen ab, ich assoziiere die Stop- und Go-Tasten mit Entscheidungen in meinem Leben. „Jedes mal wenn du dich für die Stop-Taste entscheidest weil du zu bequem oder ängstlich bist oder weil du dich zu wenig oder zu schwach fühlst, sagst du „nein“ zu wunderbaren Chancen und wertvollen Erfahrungen.“ Ich habe das Gefühl, dass ich mich beim Laufen sammeln kann, meine mentale Stärke wieder finde und Energie für meine Zielumsetzung tanke.

Vor lauter Ehrgeiz, meinen Puls auf 180 zu steigern und eine plausible Zeit damit zurückzulegen, erhöhe ich die Geschwindigkeit. So schnell war ich noch nie. 13 km/h. Vor lauter Stolz auf meine neue Bestleistung erlebe ich einen weiteren Energieschub und setze mir das Ziel, eine letzte Minute damit durchzurennen… 40 Sekunden noch. Mein Atem ist schnell, die Lautstärke meiner Kopfhörer voll aufgedreht und mein Körper kurz davor, aufzugeben. 30 Sekunden noch und als könnte Spotify meine Gedanken lesen, erscheint zeitgleich im Lied ein Countdown, welcher wohl den nächsten Drop ankündigen soll. 20 Sekunden noch. Ich kontrolliere meinen Puls und habe die 180 erreicht. Freude! Stolz! Erleichterung! Motivation! 10 Sekunden noch. 3 – 2 – 1 geschafft!!!

Ich reduziere die Geschwindigkeit, reduziere die Lautstärke meiner Kopfhörer, ziehe meinen Pullover aus und konzentriere mich auf meinen Atem. Mein Körper zittert, ich will am liebsten weinen weil ich körperlich am Ende bin. Aber zeitgleich fühle ich mich stark, nicht nur, weil ich eine neue sportliche Bestleistung erbracht habe, sondern vor allem, weil meine Willenskraft mich nicht im Stich gelassen hat und ich mich voller Energie fürs Leben fühle. So schön kann Laufen sein.

Meine 5 Fitness-Tipps für Anfänger

Du willst dein Leben aktiver gestalten, findest an Fitness immer mehr Gefallen, sprudelst vor Motivation, doch weißt nicht ganz recht, wie du loslegen sollst? In diesem Artikel liefere ich dir 5 knackige Tipps, die dir den Einstieg in die Fitnesswelt erleichtern sollen.

 Tipp 1: Training ist wichtig, Ernährung auch.

Logisch – Training wird dich fitter machen, aber ohne die richtige Ernährung bleiben schnelle (sowie langfristige) Erfolge aus und deine im Gym verbrachten Stunden sind quasi umsonst. Natürlich ist es nicht möglich, von heute auf morgen deine gesamte Ernährung umzustellen – es handelt sich um einen Prozess, in dem du lernst, Schritt für Schritt bewusster mit deiner Nahrung umzugehen und dich gesünder und ausgewogener zu ernähren.

Tipp 2: Weniger ist mehr.

Wie in vielen Lebensbereichen bewahrt sich die Aussage „weniger ist mehr“ auch bei der Trainingsplanerstellung für Anfänger. Dein Körper ist keine Belastung in Form von Krafttraining gewohnt, weshalb zu Beginn schon minimale Reize ausreichen, um eine Anpassung (also Muskelwachstum) deines Körpers zu erzielen. Ich rate ganz klar jedem Anfänger zu einem Ganzkörpertrainingsplan, welcher 2-3 mal wöchentlich durchgeführt werden sollte. Die Frequenz der Trainingseinheiten sollst du natürlich deiner benötigten Regenerationszeit anpassen – diese liegt bei den meisten bei ungefähr 48 Stunden, jedoch lässt sich das wie immer nicht pauschal sagen. Vor allem die Faktoren Schlaf und Ernährung beeinflussen deine Regeneration enorm.

Verwirf also bitte den Gedanken von 10 Sätzen Bizepscurls oder 20 verschiedenen kreativen Booty-Übungen, sondern konzentriere dich auf Grundübungen, die mehrere Muskelgruppen beanspruchen. Meine Favoriten in einem Ganzkörpertrainingsplan für Anfänger sind Variationen der folgenden Übungen: Kniebeugen, Latzug oder Rudern, Bankdrücken und Schulterdrücken. Warum ich Kreuzheben nicht aufzähle? Kreuzheben (Deadlift) ist in meinen Augen für Anfänger eine zu anspruchsvolle Übung, bei der man dem Körper mehr Schaden als Nutzen zuführen kann, sofern die Technik nicht sauber ist.

Tipp 3: Der Muskel wächst im Schlaf.

Wie in Tipp 2 bereits kurz angeschnitten, beeinflusst der Faktor Schlaf die Regeneration und ohne ausreichend Regeneration wird sich dein Körper schwer tun, Muskeln aufzubauen. Viele denken, der Muskel würde während des Trainings wachsen – dem ist leider nicht ganz so. Das Training ist dazu da, dem Körper zu zeigen, dass der beanspruchte Muskel mehr Gewicht bewältigen muss und deshalb vermehrt Muskelmasse benötigt wird. Tatsächliches Muskelwachstum findet jedoch erst nach dem Training, während der Regeneration (Erholung/Adaption des Körpers) statt.

Tipp 4: Setze dir Zwischenziele.

Ganz ehrlich: „Ich will alles und am liebsten sofort“ ist sicher ein Gedanke, den jeder von uns schon mindestens einmal hatte. Die meisten von uns zählen ja nicht unbedingt zu den geduldigsten Menschen (ich gehöre definitiv zu dieser Gruppe), aber gute Dinge brauchen Zeit und so baut man nun mal nicht von heute auf morgen 10 Kilogramm Muskelmasse auf oder 10 kg Fett ab. Deshalb ist es wichtig, dass du dir mehrere kleine, kurzfriste Ziele setzt, die dich schlussendlich zu deinem Metaziel bringen.

Tipp 5: Überblick über die Fortschritte behalten. 

Hast du dich schon mal dabei erwischt, deine Fortschritte nicht oder nur minimal wahrzunehmen? Ich schon. Oft sieht man die eigenen Veränderungen einfach nicht, obwohl man von außen einiges an Feedback bekommt. Um Demotivation aufgrund mangelnder Fortschritte zu vermeiden, halte ich meine Form daher gerne in Form von Fotos oder Videos fest, um dadurch objektiv einen Vergleich durchführen zu können. Worauf ich hingegen (zumindest auf kurzfristige Sicht) wenig achte, ist die Waage. Denn es kann schon mal leicht vorkommen, dass ich von einem auf den anderen Tag 2 Kilo mehr wiege – dass es sich hierbei jedoch weder um Fett, noch um Muskulatur handeln kann, ist kein Geheimnis. Über einen längeren Zeitraum jedoch, kann man Fortschritte sehr wohl an Hand des Körpergewichtes messen – allerdings sagt das Gewicht wenig über die Form aus, da eine Gewichtsabnahme auch bedeuten kann, dass der Körper Muskulatur abgebaut hat.

Viel Erfolg mit deinem Einstieg ins Fitnessleben. Hast du noch weitere Fragen zu einzelnen Punkten oder wünscht dir bestimmte Punkte ausführlicher behandelt, dann lass es mich wissen! Ich freue mich wie immer über Fragen sowie Anregungen zu neuen Blogposts.

 

Trainings-Quicky: Mein Trainingsplan

Im letzten Beitrag habe ich euch eine coole Alternative zum herkömmlichen Krafttraining vorgestellt und euch genau erklärt, wie ich Krafttraining an Geräten/im Freihantel-Bereich, als auch Bodyweight-Übungen mit Intervalltraining kombiniere und ein anspruchsvolles, schweißtreibendes und „aufpumpendes“ Workout in weniger als einer Stunde durchziehe. Ich verwende hierfür den Remix von Workouts Music Source: https://youtu.be/7FX-0gtVbkY – er dauert knapp 46 Minuten, setzt sich aus einem vierminütigen Warm-up und 8 vierminütigen Tabata-Intervallen mit anschließender einminütiger Pause zusammen.

Heute will ich euch eine von vielen Übungskombinationen als Anreiz mit auf den Weg geben. Ich habe nie einen fixen Übungsablauf, sondern variiere die Übungen von Trainingseinheit zu Trainingseinheit, so wird mir nie fad und jede Muskelgruppe wird mal mehr mal weniger intensiv beansprucht. Die Übungen könnt ihr natürlich je nachdem worauf ihr den Fokus setzt, kunterbunt kombinieren und auch die Reihenfolge ist jedem selbst überlassen. In der Regel gilt aber: anstrengende Übungen lieber zu Beginn, denn da hat man noch am meisten Power 🙂

Trainingsplan

Warm-up (4 Minuten): Gelenke aufwärmen (Schulter kreisen usw.), Bodyweight Squats, Ausfallschritte, ein paar Sit-ups, Liegestütz – und was ihr sonst noch  gerne als Warum-Up habt.

Übungskombination 1: Russian-Twist & Seitliche Crunches (links, rechts im Wechsel)

Übungskombination 2: Latzug an der Maschine & Liegestütz

Übungskombination 3: Beinpresse eng & Beinpresse breiter Stand

Übungskombination 4: Schulterdrücken mit Langhantel & Vorgebeugtes Rudern mit Langhantel

Übungskombination 5: Überkopf-Trizepsdrücken (mit Kurzhantel) & Goblet-Squats

Übungskombination 6: Seitheben mit Kurzhanteln & Bizepscurls mit Kurzhanteln

Übungskombination 7: Flys am Kabelzug & Bizepscurls von oben am Kabelzug

Übungskombination 8: Beckenlift mit Zusatzgewicht & Sit-Ups

Tabata zusammengefasst: 1 Intervall bzw. 1 Runde = 4 Minuten = 8 x 20 Sekunden Belastung + 8 x 10 Sekunden Pause

Viel Spaß beim Ausprobieren 🙂 Freue mich auf Feedback!

Trainings-Quicky!

Du hast wenig Zeit, um den Training durchzuziehen, aber möchtest es dennoch effektiv und anstrengend gestalten? Dann bist du hier genau richtig, ich stelle dir heute nämlich eine meiner aktuell liebsten Trainingsmethoden vor. Derzeit schaffe ich es teilweise nur zwei mal wöchentlich ins Fitnesscenter, weshalb ich viel Wert drauf lege, die Zeit, die ich im Gym habe, sehr gut zu nützen: Ich kombiniere klassisches Krafttraining mit Intervalltraining und Körpergewichtsübungen. Das Konzept dahinter stelle ich dir heute vor und im nächsten Blogpost folgt dann die Umsetzung anhand eines Trainingsplanes.

Punkt 1: Die richtige Musik mit den vorgefertigten Intervallen.

Zunächst ist es wichtig, dass du bereits vor deinem Training die fixen Intervalle vorgegeben hast. Ich trainiere am liebsten in Tabata-Intervallen und habe mir hierzu einen Remix von YouTube heruntergeladen (Link: https://youtu.be/7FX-0gtVbkY). Workouts Music Source hat allgemein recht viel in diese Richtung – ich liebe die Remixes und verwende sie auch gerne für meine Group-Fitness-Stunden. Die Intervalle sind in diesem Beispiel wie folgt zusammengesetzt: Ein Intervall dauert 4 Minuten und besteht aus 8 Sätzen – jeder Satz besteht aus 20 Sekunden Belastung und 10 Sekunden Pause. Es handelt sich also um das ganz klassische Tabata-Intervall. Nach jedem Intervall (sprich nach 4 Minuten) folgt dann 1 Minute Rest. Diese Pause verwendest du um zur nächsten Übungskombination zu gehen und für das nächste Intervall vorzubereiten.

Punkt 2: Die richtige Übungskombination.

Jedes Intervall bietet – wie wir gerade gelesen haben – also 8 Sätze. Damit wir nun das Training sehr intensiv und effizient gestalten, bevorzuge ich es, in einem Intervall 2 Muskelgruppen zu kombinieren. Zum Beispiel Latzug als erste Übung und Liegestütz als zweite Übung. Konkret bedeutet das also, dass ich mit Latzug beginne, dann 10 Sekunden habe um auf Liegestütz zu wechseln und das ziehe ich dann über 4 Minuten durch. Somit kommt jede Übung 4 Mal dran und ich verspreche euch, ihr seid dank der kurzen Pausen danach richtig ausgelastet und spürt den ganzen Körper.

Was hältst du von dieser Art des Trainings? Schon mal probiert? Wenn nicht – dann Musik downloaden und los geht’s 🙂 Oder auf meinen nächsten Beitrag warten und einfach meinen konkreten Trainingsplan ausprobieren.

P.s. Dieses Prinzip lässt sich natürlich mit jeder Länge von Intervallen umsetzen, ich bin totaler Fan von den kurzen und knackigen Intervallen und bin daher sehr begeistert von Tabata.

Warum reisen mir nicht viel gibt

Es ist zwar überall anders, aber doch irgendwie gleich.

Die meisten schwärmen so sehr vom Reisen – von dem Gefühl der Freiheit und der neuen Eindrücke. Ich reise auch sehr gerne, denke aber, dass es großteils überbewertet wird. So fortschrittlich wie unsere Gesellschaft ist, ist es leicht, weltweit fast überall hinzukommen. Im Internet sehen wir wunderschöne Städte und Inseln, träumen davon, an die schönsten und atemberaubendsten Plätze zu reisen und sehen von sogenannten Promis oder Influencern, wie perfekt das Leben an diesen Plätzen doch ist.

Versteht mich nicht falsch, ich verreise auch sehr gerne und mache Urlaub in unterschiedlichen Ländern und Regionen. Ich bin sehr dankbar, die Möglichkeit dazu zu haben und nütze meine Freizeit sehr intensiv für das Reisen. Was ich jedoch erkannt habe, ist, dass mir Reisen nicht viel gibt – es sieht alles zwar (mal mehr, mal weniger) anders aus als in der Heimat, fühlt sich aber dennoch sehr ähnlich an. Ich sehe Reisen als eine Freizeitbeschäftigung (die ganz nebenbei erwähnt nicht unbedingt die beste für die Umwelt ist), es gibt meinem Leben allerdings nicht mehr Sinn oder Erfüllung.

Diesen Sommer war ich erstmals in Süd-Italien, Polen und Rumänien. Jeden City-Trip fand ich super interessant, es ist spannend zu sehen, wie unterschiedlich die Bevölkerung kommuniziert, gestikuliert, Auto fährt (die Süditaliener toppen echt alles was ich bisher erlebt habe haha!), durch welche geschichtlichen Ereignisse die Architektur geprägt wurde und welche Speisen traditionell sind. Aus Neapel habe ich eine Prise Gelassenheit mit nach Wien genommen, Krakau hat mir gezeigt, wie schön Polen sein kann und Bukarest hat mich mit seinen riesigen kommunistischen Plätzen und Gebäuden beeindruckt. Aus jedem Reiseziel nimmt man positive und negative Eindrücke mit – aber außer dass ich mehr gesehen habe (und geschichtlich in den meisten Fällen dazugelernt habe), fühlt sich alles irgendwie genauso an wie auch schon vor dem Reisen.

 

 

Feel Good Festival x Frauenlauf

Im Zuge meiner Zusammenarbeit mit dem Feel Good Festival habe ich mir (als begeisterte Läuferin) die Chance natürlich nicht nehmen lassen, für unser Festival eine kleine Frauenlauf-Gruppe zusammenzustellen. Mein erster Frauenlauf ist schon lange über 10 Jahre her und gestern war ich das zweite Mal mit dabei. Ein cooles Feeling war es absolut und das nächste Sport-Event steht auch schon bald an: Die Vorfreude auf’s diesjährige Feel Good Festival ist groß! Bereits letztes Jahr war ich vor Ort – damals als Gast, dieses Jahr als Teil des Teams. 

pic by © Niklas Stadler | http://www.niklasstadler.at
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pic by © Niklas Stadler | http://www.niklasstadler.at
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Mein aktuelles Training

Ich trainiere aktuell knapp 2/3 weniger als früher.

Es ist wohl nicht zu übersehen, dass sich meine Trainingsgewohnheiten über das letzte halbe Jahr stark verändert haben. Ich verrate euch deshalb heute, wie ich mich fit halte und wie sich mein aktuelles Sportprogramm zusammensetzt.

Wöchentlich komme ich auf zwei bis vier Sporteinheiten, wobei ich mich langsam wieder den vier nähere.  Fixprogramm ist meine Functional Circle Stunde jeden Sonntag, wo ich Arbeit mit Freizeit kombinieren kann und den Großteil meiner eigenen Stunde mitmache. In dieser 90 minütigen Einheit kombiniere ich Kraft-, Kraftausdauer-und Intervall-Training.

Krafttraining mit freien Gewichten und an Geräten steht aktuell ungefähr zwei mal in der Woche am Programm. Manchmal splitte ich die Muskelgruppen, machmal absolviere ich einfach ein Ganzkörper-Workout mit vielen Kombinationsübungen und Supersätzen. Die Dauer liegt hier meist ebenfalls bei ungefähr 90 Minuten.

Zu guter Letzt variiere ich zwischen Indoor- und Outdoor-Cardio: Je nach Power, Lust und Uhrzeit gehe ich draußen laufen, schmeiß‘ mich auf den Stepper, das Laufband oder auf’s Rudergerät und power‘ mich richtig aus. Eine begeisterte Läuferin war ich übrigens schon immer, denn es gibt für mich nur wenige Sportarten, während denen ich so gut abschalten kann und kaum eine andere, bei der ich mich freier fühle. Die Dauer meiner Cardio-Einheiten beträgt durchschnittlich rund eine Stunde, ich gebe mir jedoch keine zeitliche Vorgabe, sondern mache sie abhängig von meiner körperlichen Verfassung und meinen zeitlichen Kapazitäten.

In Summe komme ich somit in etwa auf fünf Stunden Sport die Woche und obwohl das verglichen mit früher eine Reduktion von rund 60 Prozent ist,  fühle ich mich gesünder und habe mehr Energie.

Shoppingverbot – und mein Konsumverhalten.

Viel und mehr macht nicht glücklich.

Die letzten Monate hat sich mein Konsumverhalten stark verändert. Begonnen hat es mit dem Online-Shopping-Verbot Ende Februar, das mein Freund und ich uns auferlegt haben, nachdem die Zeit davor sehr shopping-intensiv war und es ein zu großes Ausmaß angenommen hat. Da es sich nicht mehr richtig angefühlt hat und wir unser Verhalten kritisch hinterfragt haben, haben wir schlichtweg von einem auf den anderen Tag beschlossen, für einen Monat abgesehen von Lebensmitteln nichts zu konsumieren.

Die ersten paar Tage waren zwar eine ziemliche Herausforderung, da es eine drastische Veränderung war, gar nichts mehr zu konsumieren, jedoch haben wir uns nach den drei Wochen viel besser gefühlt und uns ging auch nichts ab. Das Verhalten haben wir größtenteils auch beibehalten – dennoch ist es erschreckend, dass wir seit dem Ende des Versuchs bereits drei mal online bestellt und zwei mal shoppen waren.

Kürzlich habe ich eine sehr interessante Diskussionen über die Modeindustrie, „Fast Fashion“ und „Fair Fashion“ geführt, die mein kritisches Denken noch ein Stückchen ausgeweitet hat. Meine Gesprächspartnerin hat mir von ihrem einjährigen Shopping-Verbot erzählt und da ich Herausforderungen liebe, werde ich das ebenfalls früher oder später durchziehen. Mein aktuelles Ziel ist es einerseits nach dem Motto „weniger ist mehr“ zu konsumieren und andererseits den Anteil nachhaltig produzierter Mode in meinem Kleiderschrank zu erhöhen und jenen der Labels, die Menschen und Umwelt ausbeuten, zu reduzieren.

Mein Appell an dich: überleg‘ doch mal, wenn du ein Kleidungsstück in der Hand hältst oder in den Warenkorb legst, ob du es tatsächlich brauchst.